Drohnen an Grossevents bieten nebst Gefahren auch grossen Nutzen. Für die korrekte Behandlung des Themas wird ein Konzept benötigt, welches die Aspekte, Prozesse und Ressourcen beleuchtet und am Event umgesetzt werden kann.
Remote Vision hilft dem Openair St. Gallen (OASG) bei der Erstellung und Umsetzung des Drohnenkonzeptes.
«Interne» Drohnen
Mehrere Kamerateams und Fernsehstationen berichten vom Event und setzen dazu eigene Drohnen ein – bezeichnen wir sie als «intern». Das Openair-Gelände liegt dabei in der 5km-Zone der nahegelegenen Rega-Basis, deren Betrieb nicht gestört werden darf.
Für den Einsatz der internen Drohnen wurde eine Luftraum-Koordination etabliert, welche sich an Sektoren orientiert. Alle Flüge werden durch die Piloten bei der OASG-Security angemeldet. Die Piloten wurden dazu instruiert, ihre Geräte und Lizenzen kontrolliert. Die internen Drohnen werden im technischen Drohnenüberwachungssystem auf die Whitelist gesetzt. So sind sie noch sichtbar, lösen aber nicht bei jedem freigegebenen Flug einen Alarm aus.

Externe, unbekannte Drohnen
Drohnen welche von Aussen ins Gelände geflogen werden oder durch Zuschauer auf dem Festival-Gelände gestartet werden, lösen auf dem Drohnenerkennungs-System einen Alarm aus. Die Openair-Security entscheidet situativ anhand festgelegter Risiko-Kriterien, wie vorzugehen ist. Bei einer konkreten Bedrohung von Aussen wird an die Polizei eskaliert, welche in das Sicherheitsdispositiv integriert ist.

Die Drohnendetektion ist auf sog. kooperative Drohnen ausgelegt. Ein terroristischer oder militärischer Angriff kann so nicht verhindert werden, dazu wäre enorm höherer Aufwand notwendig. Mit dem Drohnendispositiv am OASG kann aber mit geringem Aufwand die Sicherheit im Umgang mit Drohnen massiv erhöht werden, ohne ein Drohnenverbot aussprechen zu müssen.
Wir alle lieben das OpenAir St. Gallen und freuen uns auf die Berichterstattung mit faszinierenden Drohnen-Bildern.